KW 35 – Partys und Rollatoren

Willkommen zu einem neuen Beitrag in der Rubrik: Birdys Woche!


Was war letzte Woche los?

Nach 3-wöchigem Schweigen melde ich mich nun endlich wieder mit Birdys Woche zurück. Es tut mir leid, dass ich Euch so lange warten ließ. Doch hinter mir liegen spannende und aufregende Wochen.

Personally

Die Vorbereitungen zum Junggesellinnenabschied meiner besten Freundin haben mich ganz schön auf trapp gehalten. So etwas will nicht nur gut geplant sein, es bedarf auch nette Leute, die mitziehen sowie einen gewissen Geldeinsatz. Beides war vorhanden . In der Vorbereitung galt es vor allem, die Meinungen von sieben jungen Frauen unter einen Hut zu kriegen. Das Ergebnis – an dieser Stelle einmal ganz herzlichen Dank an die tolle Mädelstruppe – konnte sich allerdings sehen lassen:

Die Braut mit einem rosa T-Schirt – Aufschrift „ich bin die Braut“ – einem weißen Tütü, einer silbernen Tiara mit rosa Steinchen und weißem Schleier kostümiert, durfte den eigens für diesen Zweck präperierten Rollator zunächst durch unsere, dann durch die Nachbarstadt schieben, um Spenden für das Abendessen auf zu treiben. Als Gegenleistung gab es Artikel wie Alkohol, Süßigkeiten, Kondome.

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Obwohl wir auf diese Weise einen überaus unterhaltsamen Vor- und Nachmittag verbracht haben, gaben die Herausforderungen, die unsere Braut mit dem Rollator hatte, uns doch einwenig zu denken. Selbst wenn der Übergang von Straße zu Bürgersteig recht flach schien, war es gar nicht so einfach den Wagen über diese Schwelle zu bekommen. Auch die Kabel und deren Verkleidung, die die in der Nachbarstadt zwecks eines Stadtfestes aufgebauten Buden mit Strom versorgten, waren eine kleine Herausforderung. Natürlich könnte man argumentieren, dass unser Wägelchen mit den Gütern recht gut gefüllt und damit schwerer als normal war. Unsere Braut behalf sich damit, dass sie ihren Fuß zur Hilfe nahm und den Wagen dadurch einwenig anhob.

Aber was ist mit den Menschen, die auf dieses Gefährt wirklich angewiesen sind? Diese Menschen benötigen eine solche Hilfe, weil sie nicht mehr gut zu Fuß sind. Daher scheidet die Möglichkeit, auf einen Bein stehend von hinten nach vorne mit dem anderen Bein hindurch zu langen, um den Rollator etwas anzuheben, vermutlich aus. In Bus und Bahn halfen wir unserer Braut den Rollator über den kleinen Spalt zwischen Eingangstür und Bürgersteig zu überwinden. Auch da müssen viele Menschen alleine mit zu Recht kommen. Und wo wir den leeren Rollator vielleicht als wenig schwer empfinden – für jemanden, der auf dieses Gerät angewiesen ist, wird es nicht möglich sein, es „mal eben so“ anzuheben. Zum Einen, weil es den Meisten schwer fällt, genug Kraft in den Beinen zu bündeln, um neben dem eigenen Gewicht auch noch das des Rollators zu tragen. Zum Anderen sind eben solche Menschen oft bei weitem nicht so kräftig wie wir junge und gesunde Menschen.

Auf dem Stadtfest habe ich im vorbeigehen bemerkt, wie eine ältere Dame mit einem ähnlichem Gefährt wie dem unseren, über eine der Kabelabdeckungen hinüber fuhr. Sie bewegte ihre Hilfe so lange vor und zurück, bis sie genug Schwug hatte, um damit über das Hindernis zu kommen.

Was bedeutet diese Erfahrung für mich? Zunächst einmal bin ich sehr dankbar dafür, dass ich zumindest soweit gesund bin, dass ich nicht auf diese oder ähnliche Gerätschaften angewiesen bin. Ich hoffe, dass es mir möglich sein wird, in Zukunft noch einwenig aufmerksamer durch die Welt zu gehen, und zeitiger meine Hilfe anzubieten, wenn ich Menschen mit einem ähnlichen Problem sehe. Zu oft lässt man diese Gelegenheit, zu helfen, verstreichen. Zu lange wartet man ab, ob derjenige es nicht vielleicht doch alleine schafft. Sicher gibt es auch Menschen, die in so einer Situation nicht unbedingt Hilfe annehmen. Vielleicht aus Stolz oder aus Scham. Aber dann brauche ich mich wenigstens nicht fragen, ob ich meine Hilfe hätte anbieten sollen oder ob ich überhaupt hätte helfen können. Ich hätte es zumindest versucht!

Blogging

In den vergangenen Wochen musstet Ihr auf neue Kunstwerke meinereits verzichten. Dafür habt ihr Erleben können, wie die Geschichte über meine Vorstadtkatzen zu Ende ging.

Was erwartet Euch nächste Woche in Birdys Kleiner Welt?

 In dieser Woche erwartet Euch der Prolog zu einer neuen Geschichte: Schattenmond. Ich wünsche Euch viel Vergnügen!

Selbstgemalte Bilder präsentiere ich Euch dann wieder in KW 37.


Ich wünsche Euch eine angenehme Woche! Und denkt daran: immer schön kreativ bleiben!

Eure Birdy

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

 

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